Reporting 1. Quartal 2019

Vermoegensverwaltung axessa

Rückblick:
Zu Jahresbeginn war die Stimmung der Anleger nach dem schmerzhaften Börsenjahr und dem historisch katastrophalen Dezember 2018 auf einem Tiefpunkt angelangt und nur wenige Investo-ren hätten wohl für das erste Quartal auf meist zweistelligen Zuwachsraten bei Aktienindices ge-setzt. Das Momentum flachte nach starken Avancen im Januar getrieben von Ängsten einer mögli-chen Abschwächung der globalen Konjunktur ab. Dennoch konnten die meisten Indices dank posi-tiven Aussichten vieler Firmen auch im Februar und März weiter leicht zulegen.

In den USA hat das FED aufgrund schwächelnder Wirtschaftslage angekündigt, dass weitere Zins-erhöhungen eher ausbleiben werden oder in Zukunft sogar die kurzfristigen Zinsen gesenkt wer-den könnten. Dies wurde vom Markt schon früher erwartet und so haben auch festverzinsliche Anleihen mit tieferem Rating sowie langfristige Staatsanleihen seit Jahresbeginn stark an Wert zu-gelegt.

Erstaunlich wenig wurde von Aktien- und auch Anleihensinvestoren das Geschehen rund um BREXIT beachtet. Das GBP konnte seit Jahresbeginn gegenüber vielen Währungen sogar markant an Wert zulegen. Ansonsten verlief der Devisenmarkt eher ruhig und sowohl Mandate mit Refe-renzwährung CHF sowie EUR profitierten leicht von Fremdwährungsengagements.

Bei den alternativen Anlagen konnte Öl stark an Wert zulegen; Gold hat die zwischenzeitlichen Ge-winne wieder eingebüsst.

Ausblick:
Hat sich das Bild gedreht? Vor wenigen Monaten waren die Aussichten für ein kräftiges und globa-les Wirtschaftswachstum intakt, hingegen belasteten politische Wolken z.B. rund um den Handels-streit zwischen USA und China die Märkte. Heute scheint es genau umgekehrt. Das globale Wirt-schaftswachstum verlangsamt sich, hingegen geht man von einer versöhnlichen Lösung im Kon-flikt zwischen USA und China aus. Auch BREXIT und die Überschuldung südeuropäischer Staaten sind nicht im kurzfristigen Fokus. Was hingegen weiterhin unverändert ist, sind die positiven Er-gebnisse vieler Aktiengesellschaften.

Wir gehen weiter davon aus, dass z.B. USA zinsmässig alles daran setzen wird, ihre Wirtschaft wei-ter in Gang zu halten. Wenn nötig dürfte der Markt auch mit zusätzlicher Liquidität versorgt werden. Ebenfalls wird Präsident Trump alle Hebel in Bewegung setzen, dass er intern Erfolge ausweisen kann und so wieder gewählt wird. Dies dürfte dem US-Aktienmarkt durchaus weitere Fantasien verleihen.

Grundsätzlich bleiben wir positiv für Aktienmärkte und erwarten entsprechende Avancen. Dennoch sind kurzfristige Rückschläge durchaus zu erwarten. Diese könnten je nach Situation auch ähnlich wie im Dezember ausfallen. Wir empfehlen deshalb, je nach Anlagehorizont und Anlagestrategie entsprechend auch kurzfristig abzusichern und Anlagen mit bedingtem Kapitalschutz ergänzend ins Portfolio einzubauen.

Auf der festverzinslichen Seite bleibt es für Anleger von AAA-Rating-Anleihen in CHF und EUR wei-terhin praktisch unmöglich, ein positives Ergebnis zu erzielen. Besser sieht die Situation für USD-Anleger aus. Diese dürften weiter von sinkenden Renditen auf der langfristigen Seite profitieren. Je nach Risikobereitschaft und Anlageziel können ausgesuchte Anlagen im tieferen Rating-Bereich einen guten Performancebeitrag liefern.

Der EUR/CHF wie auch der USD/CHF handeln innerhalb einer schmalen Bandbreite, obwohl gemäss Aussage der Schweizer Nationalbank massiv geringere Bestände an Fremdwährungen erworben wurden. Wann und in welche Richtung wieder Bewegung in die Kursentwicklung kommt, hängt primär von geldpolitischen Entscheidungen ab. Hingegen ist weiterhin eine Abschwächung des EUR gegenüber dem USD wahrnehmbar. Hier gilt es, die Situation eng zu verfolgen, um eine mög-liche Trendwende nicht zu verpassen.

Silber und Gold scheinen weiter nicht aus ihrem Kursband ausbrechen zu können. Auch Öl ist nach dem starken Anstieg in den letzten Monaten wieder eher im Seitwärtstrend.