Reporting 3. Quartal 2021

Anbei erhalten Sie Ihren Vermögensausweis per 30.09.2021 sowie unsere Honorarabrechnung. Gerne geben wir Ihnen einen Rückblick des dritten Quartals und einen Ausblick zum Jahresende.

 

Rückblick:

Das vergangene Quartal darf anlagetechnisch als eher ruhig und positiv bezeichnet werden. Weder der Rückzug der US-Truppen aus Afghanistan noch der drohende Mega-Konkurs des chinesischen Immobilienriesen Evergrande mochten die Volatilität an den Märkten über längere Zeit in die Höhe treiben. Steigende Covid-Zahlen und daraus resultierende politische Massnahmen hatten ebenfalls keinen grossen Einfluss auf die Finanz- und Kapitalmärkte; zu sicher scheinen weitere unerschöpfliche Hilfspakte der Zentralbanken.

Viele Aktienindices konnten im Berichtsquartal neue Höchststände erzielen, diese jedoch nicht bis zum Schluss halten. Dennoch sind viele Aktienwerte seit Jahresbeginn zweistellig im Plus. Hingegen konnten Dividendenpapiere in der Emerging Market Region keinen Zuwachs erzielen und der chinesische Aktienmarkt enttäuschte seine Investoren mit beachtlichen Wertverlusten.

Die Zinssätze für langfristige Staatsanleihen sind jüngst in den USA wie auch in Europa angestiegen, rentieren aber weiterhin auf historischen Tiefständen. Der Anstieg wurde primär durch stabile Wirtschaftszahlen und als Folge einer erwarteten Inflation ausgelöst.

Die Kurse von USD und EUR haben sich netto gegenüber dem CHF im dritten Quartal nur unwesentlich bewegt. Der EUR hat gegen den USD in der gleichen Zeit zusätzlich rund 1% eingebüsst und notiert gegenüber Jahresbeginn nun rund 4% tiefer.

Steigende US-Zinsen drückten weiter auf die Kurse von (Edel)-Metallen wie Gold und Silber.

 

Ausblick:

Welche Alternativen gibt es zu Realwerten? Diese Frage hat und wird wohl auch die nächsten Wochen und Monate die Anlegerschaft beschäftigen. Warnungen von überhöhten Immobilienpreisen häufen sich; die Bewertungen für Aktien sind teilweise auf absolutem Höchstniveau… und doch wird weiter kein Weg an diesen Werten herumführen. Zuviel Geld wartet am Markt um investiert zu werden, zu sehr schmerzen Negativzinsen auf Kontoguthaben und zu niedrig sind Renditen für viele langfristige Bondinvestments und als Folge zu hoch das Risiko bei entsprechenden Zinsanstiegen.

Für Aktieninvestoren werden in den nächsten Wochen zwei Punkte entscheidend sein. Einerseits eine gut gewählte Diversifikation sowie eine Auswahl an soliden Aktien/Indices. Andererseits kurzfristig drohende Rückschläge mittels gezielter Absicherungsstrategie situativ abzufedern. Dadurch kann das eine oder andere Prozent an Performance verloren gehen, jedoch die Volatilität tief- und der Investitionsgrad hochgehalten werden. Zur entsprechenden Entscheidungsfindung sollten ausgewiesene quantitative Modelle herangezogen werden.

Was sich die letzten Wochen bereits mehrmals angekündet hat, dürfte sich in Zukunft weiter fortsetzen. Dies würde bedeuten, dass langfristige Zinsen in der Tendenz weiter ansteigen. Je nach Umfang und Schnelligkeit der Erhöhung sollten konsequenterweise lange Durationen weiter gemieden werden. Auch könnten Anleihen mit minderem Rating etwas unter Preisdruck geraten. Hier gilt es als Investor, die Schuldner und deren Story genau zu kennen. Subsidiäre Anlagen im festverzinslichen Bereich, welche börsenunabhängig performen, scheinen uns weiterhin eine gute Ergänzung in Wertschriftendepots zu sein.

Bei den Währungen sind nach wie vor keine klaren Trends ersichtlich. Wir empfehlen deshalb, Fremdwährungen grossmehrheitlich weiter gegen die Referenzwährung abzusichern. Den EUR/CHF- und EUR/USD-Kurs empfehlen wir nach den jüngsten Wahlen in Deutschland eng zu beobachten.

Steigende Zinsen würden Metalle wie z.B.  Gold weiterhin eher weniger attraktiv erscheinen lassen, weshalb wir diese Anlageklasse vorderhand nicht an die Spitze unserer Kaufliste setzen.

Als Ergänzung im alternativen Bereich eignet sich eine gezielte Beimischung von Kryptowährungen mit einem Anteil von 1-2% des Vermögens. Wir sehen hier weiterhin gute Ertragschancen und favorisieren auch hier Engagements mit tieferer Volatilität.