Reporting 4. Quartal 2019

Rückblick:

Das soeben beendete Quartal hat den Anlegern nochmals eine erfreuliche Wertsteigerung in praktisch allen Anlageklassen beschert. Dies wurde primär von geldpolitischen Interventionen seitens Zentralbanken, wie z.B. Zinssenkungen durch das US-FED ausgelöst. Erste Anzeichen einer Lösung im Handelsstreit zwischen USA und China wurden seitens der Anleger auch positiv aufgenommen.
Aktienanleger konnten somit im Jahr 2019 praktisch weltweit von Kurssprüngen von über 20% profitieren. Unterdurchschnittlich entwickelten sich v.a. asiatische Aktienmärkte aufgrund des Handelskonflikts China-USA oder UK aufgrund des Brexits. Die höchste Performance erzielten meistens Technologieaktien und Aktien im Small- und Midcap Bereich.

In vielen Hauptwährungen konnte im Berichtsquartal bei mittel- bis langfristigen Anleihen bereits wieder erste Anzeichen von «höheren» Zinssätzen gesehen werden. Vor allem in den USA haben sich die Renditen der langfristigen Staatsanleihen markant von den Tiefstwerten erholt. Ebenfalls haben wir in Schweden jüngst eine Abkehr der Zentralbank von den Negativzinsen gesehen.

Der Schweizer Franken konnte sich in den letzten Wochen gegenüber EUR und USD leicht verteuern und auch der EUR legte gegenüber dem USD etwas an Wert zu. Über die letzten 12 Monate gesehen, bewegten sich diese drei Währungspaare jedoch in relativ enger Bandbreite.

Gold verharrte nach einem zügigen Anstieg auf USD 1500 pro Unze innerhalb enger Bandbreite und obwohl die Volatilität beim Ölpreis anstieg, konnte bisher kein klarer Trend verfolgt werden. Auch Industriemetalle wie Kupfer waren bis vor wenigen Tagen nicht in der Gunst der Anleger, konnten sich allerdings in letzter Zeit von den Tiefstkursen lösen.

In vielen Hauptwährungen konnte im Berichtsquartal bei mittel- bis langfristigen Anleihen bereits wieder erste Anzeichen von «höheren» Zinssätzen gesehen werden. Vor allem in den USA haben sich die Renditen der langfristigen Staatsanleihen markant von den Tiefstwerten erholt. Ebenfalls haben wir in Schweden jüngst eine Abkehr der Zentralbank von den Negativzinsen gesehen.

Der Schweizer Franken konnte sich in den letzten Wochen gegenüber EUR und USD leicht verteuern und auch der EUR legte gegenüber dem USD etwas an Wert zu. Über die letzten 12 Monate gesehen, bewegten sich diese drei Währungspaare jedoch in relativ enger Bandbreite.

Gold verharrte nach einem zügigen Anstieg auf USD 1500 pro Unze innerhalb enger Bandbreite und obwohl die Volatilität beim Ölpreis anstieg, konnte bisher kein klarer Trend verfolgt werden. Auch Industriemetalle wie Kupfer waren bis vor wenigen Tagen nicht in der Gunst der Anleger, konnten sich allerdings in letzter Zeit von den Tiefstkursen lösen.

 

Ausblick:

Wie hoch können Aktienkurse steigen? Dies kann wohl niemand mit absoluter Sicherheit beantworten. Sicher ist aber, dass wie bei einem Turm mit jedem Stockwerk die Anfälligkeit und die Intensität eines Rückschlages steigt. Wir gehen heute nicht davon aus, dass Aktienindices massiv überteuert sind, da das Vorjahr 2018 schlecht war. Wir sehen jedoch Anhaltspunkte (z.B. stärkerer CHF, grössere Nachfrage nach Aktien im Gesundheitssektor, abflachende Nachfrage nach Aktien im Technologiesektor und erhöhte Nachfrage nach Gold), die eine kurzfristige Korrektur ankündigen könnten.

Wir haben deshalb die Höchstwerte an den Aktienindices bereits genutzt um einige Gewinne zu realisieren und somit Risiken reduziert. Zudem haben wir je nach Portfolio-Strategie Positionen aufgebaut, welche sich bei fallenden Aktienkursen stabilisierend auf das Portfolio auswirken wie z.B. eine Anlage, die von steigender Volatilität profitiert.

Mittelfristig dürfte eine weitere Abschwächung der Thematik rund um den Handelsstreit zwischen den USA und China allerdings auch das billige Geld der Zentralbanken für positiven Rückenwind sorgen.
Auf der Gegenseite bleibt die Verschuldung in Europa, der ungelöste Brexit und die Sorge um eine weiter abschwächende Weltwirtschaft als kühler Gegenwind für Investoren. Die US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020 werden die Anleger ebenso beschäftigen. Nicht zu unterschätzen ist des Weiteren die Wahrscheinlichkeit, dass die europäische Zentralbank der Schwedischen folgt und einen Schlussstrich in der Negativzins-Ära setzt.

Auch im festverzinslichen Bereich könnte das neue Jahrzehnt für Anleger schwierig starten. Wenn die europäische Zentralbank die kurzfristigen Leitzinsen erhöht, dürften auch mittel- und langfristige Zinsen ansteigen und somit auf die Preise der Anleihen drücken. Es wäre dann ebenfalls zu erwarten, dass die Schweizerische Nationalbank dem Vorgehen von Schweden und der EU folgt.

Wir empfehlen deshalb bei Anleihen vorderhand eher kurzfristig investiert zu bleiben.

Alternative Anlageformen ausserhalb des Börsengeschehens mit regelmässigen Coupons und kurzer Laufzeit (z.B. Private Debt oder Factoring) können eine ideale Ergänzung des Depots sein.

Der CHF wird wohl kurzfristig weiter von der SNB gegen EUR und gegen USD «fixiert». Ob und wann dies ändern wird, ist anspruchsvoll abzuschätzen. Jedoch sehen wir aktuell wenig Potential für den EUR/CHF- und USD/CHF-Kurs. Mit einem möglichen Zinsschritt der europäischen Zentralbank dürfte sich der EUR gegenüber dem USD in nächster Zeit eher verteuern.

Wie lange der Trend von steigenden Commodity-Preisen anhält ist schwer vorherzusehen. Hingegen könnte Gold bei grösseren Unsicherheiten an den Aktienmärkten weiter profitieren. Steigende Zinsen wiederum sind bekanntlich keine Preistreiber für das gelbe Edelmetall.